Im Jahr 2024 verzeichnete Tirol mit einer mittleren Jahrestemperatur von 4,9 °C das wärmste Jahr in der Messgeschichte — das bisherige Rekordjahr 2022 wurde damit um etwa 0,4 °C übertroffen. Besonders auffällig war der Februar mit +5,7 °C über dem langjährigen Mittel sowie der August mit einer Abweichung von +4,7 °C — beide Monate erreichten Rekordwerte.
Bei den Niederschlägen ergab sich eine Gesamtsumme von rund 1463 mm, was etwa +13 % über dem Mittel der Referenzperiode 1961–1990 liegt. Allerdings gab es räumlich und zeitlich starke Unterschiede: Während etwa im Oberinntal nur 678 mm gemessen wurden, lag die höchste Jahressumme in Tannheim bei 1835 mm.
Bei der Sonnenscheinbilanz zeigte sich ein leichtes Defizit gegenüber dem Mittel (1321 Stunden, −4 %). Besonders im Sommer und Herbst fehlten häufig Sonnentage, auch wenn der November außergewöhnlich sonnig ausfiel.
Klimatische Kennzahlen belegen die starke Wärme: Es gab 35 Hitzetage (≥ 30 °C), 95 Sommertage (≥ 25 °C), und die Vegetationsperiode erstreckte sich über 277 Tage — ein Plus von 44 Tagen gegenüber dem Mittel. Im Gegensatz dazu gingen Frosttage deutlich zurück (nur 60), was rund 40 % unter dem langjährigen Mittel liegt.
Langfristig bestätigt 2024 den Trend zur zunehmenden Erwärmung in Tirol: Seit etwa 1980 steigen die Temperaturen deutlich, und das Jahr 2024 bildet einen neuen Höhepunkt dieser Entwicklung.
Quelle: Climate Change Centre Austria